Artikel-Schlagworte: „Timmy“

9. Mai 2011

Was macht schon ein Hund mehr oder auch zwei ? Teil 1

Für mich war immer klar, dass ich nie mehr als zwei Hunde halten würde. Das kam für mich nie in Frage, ein Thema das man mit mir gar erst zu diskutieren brauchte. Und plötzlich waren es vier.

Timmy und Jessy sollten für 3 Wochen zu uns, solange wollte ein Arbeitskollege von Ralph in den Urlaub.

Seit 12 Jahren warte ich darauf, dass er wieder kommt.

Als uns klar wurde das die Hunde nicht mehr abgeholt werden, mussten wir uns überlegen was mit ihnen geschehen sollte.

Jessy wich mir vom ersten Tag an nicht mehr von der Seite, lediglich unter die Dusche lief sie nicht mit. Timmy trauerte die ersten Tage schwer und war sehr verängstigt, was aufgrund seiner Vorgeschichte nicht verwunderlich war. Er kam ursprünglich aus Italien, auf der Straße geboren, wurde er noch sehr jung von einem „aufgenommen“ der ihn an eine ganz kurze Kette legte und häufig prügelte. Als Timmy von anderen Hunden übel gebissen wurde, brachte ihn der Arbeitskollege, der dort gerade im Urlaub war, zum Tierarzt und nahm ihn mit nach Deutschland.

Das Tierheim zogen wir also gar nicht in Erwägung und andere Plätze für sie suchen kam für uns auch nicht in Frage. Das wollten wir den beiden nicht antun.

Wir wollten allerdings auch keinen Nachwuchs und so ließen wir Jessy kastrieren. Nachdem wir gerade umzogen, ging ich zu einer Tierärztin die ihre Praxis ganz in unserer Nähe neu eröffnet hatte. Sie pfuschte und Jessy überlebte es nicht.

Timmy flippte komplett aus, es wurde so schlimm, dass ich überlegte, ob es besser werden würde, wenn wieder eine kleine Hündin da wäre. Das erzählte ich meiner Hundetrainerin.

Es dauerte nicht lange und sie rief mit den Worten „du bist jetzt meine einzige Hoffnung“ an. Ich hätte ihr ja gesagt, dass ich noch einen Hund holen wollte und sie hätte einen der ganz dringend einen Platz braucht. Er wäre 8 Monate alt und kam mit 4 Monaten ins Tierheim weil er so bellt. Im Tierheim wäre er aber nur in einem Außenzwinger (es war November), was mit seinem kurzen Fell unmöglich wäre und als Folge davon hätte er eine schwere Lungenentzündung. Er sollte aber wieder in diesen Außenzwinger zurück und der Tierarzt sagte einen Rückfall würde er nicht überleben.

Uff.

Ich wollte aber nur eine kleine Hündin, warf ich, mit einem bereits schlechten Gewissen das ich das überhaupt noch erwähne, ein. Ich hätte dann drei Rüden im Haus, ob das gut gehen würde?

Das ist bestimmt kein Problem, er wäre ja so brav und verträglich und ungefähr so groß wie ihre Hündin. Es ist ja nur weil er ständig bellt wenn er allein gelassen wird, deshalb nimmt ihn keiner.

Sie brachte Charly persönlich vorbei, aus Köln.

11. Nov 2010

Julie und die Haustiere – Ein gefundenes Fressen

(c) pixelio.de // Helmut J. Salzer

Jetzt funkt Julie mir auch noch bei den Hunden dazwischen. Unsere vier Hunde bekommen grundsätzlich nichts vom Tisch, dass war schon immer so und wird sich auch nicht ändern. Aber Julie will sich partout nicht daran halten, immer wieder erwische ich ihn, wie er ihnen etwas zusteckt und sie vom Teller abschlecken lässt. Die Hunde weichen ihm beim Essen nicht mehr von der Seite.

An einem Abend, es war schon spät, man hörte die Grillen zirpen, wollten wir einen Film ansehen und aßen ausnahmsweise vorm Fernseher. Julie saß im Sessel mit dem Teller in der Hand. Er drehte sich zu mir um und erzählte mir von seinem Tag, als unser Hund Timmy ins Wohnzimmer kam. Der Teller war in seiner Kopfhöhe und er steuerte genau auf diesen zu. Ich wollte Julie warnen, aber die Schadenfreude war größer. Wie leise Hunde essen können! (weiterlesen…)