Schwanger im Winter – auf Fuchsjagd

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Da bei uns Rehe, Hasen und Füchse direkt vor der Haustüre herumstronern, nehme  ich die Hunde nachts immer an die  Leine, wenn sie ein letztes Mal rausgelassen werden. Timmy, Rico und Charly jagen nach wie vor. Sehe ich die Tiere vor den Hunden, kann ich sie zur Ordnung rufen. Leider sehe ich sie nicht immer. So ging ich mal wieder unsere letzte Runde des Tages. Oder, besser gesagt, die Hunde gingen und ich verfolgte sie prustend.
Ich war so damit beschäftigt, die vier zu überreden ihr Tempo einer sehr bald werdenden Mutter anzupassen, dass ich den Fuchs nicht bemerkte habe.
Es gab einen Ruck und bevor ich überhaupt wusste, was los war, lag ich schon auf dem Bauch und wurde von den Hunden durch den Tiefschnee gezogen. Frag’ nicht, warum ich die Leinen nicht los ließ, ich weiß es nicht, vielleicht wollte ich mich einfach nur irgendwo festhalten. Ich schaffte es dann aber doch einen ordentlichen Schrei loszulassen, und während ich so am kreischen war, riss die Leine von Charly.
Charly verfolgte unbeirrt den Fuchs weiter, aber die anderen blieben endlich stehen. Super, ich dachte, ich bekomme mein Kind auf dem Acker mit drei Hunden als Hebammen. Rico schaute mich an und drehte seinen Kopf schief, gerade so, als wollte er mich fragen, warum in aller Welt ich jetzt Schneepflug spielen muss. Ich sage euch, sein Blick war vorwurfsvoll, als wäre ich eine miese Spielverderberin. Bonny freute sich einfach mal, allerdings sehr verhalten. Sie bemerkte wahrscehinlich als erste, dass ich kochte, und blieb vorsichtshalber außer Reichweite. Timmy zerrte  quietschend an der Leine, weil er unbedingt den Fuchs noch erreichen wollte.
Gut, passiert ist nichts, bis auf ein paar weitere blaue Flecken. Aber mir und dem Zwerg reichte es. Er machte seiner Empörung Luft, indem er mich getreten hat, was das Zeug hielt und ich fauchte die Hunde an, dass sie sofort ins Haus verschwinden sollen. Charly war inzwischen auch wieder da und kam ebenfalls nicht in meine Nähe.
Alle vier gingen wie die Profis bei Fuß, während ich schimpfte wie ein Rohrspatz. Glaubt mir, ich hatte eine Menge zu sagen. Warum  musste ich mir so doofe Hunde anschaffen, es gibt ja schließlich auch Meerschweinchen oder Kanarienvögel. Im Haus hatten sie es sehr eilig, in ihre Hundekörbe zu verschwinden. Charly und Timmy unterließen sogar ihr allabendliches Gerangel, wer in welchem Korb schläft. Ein paar  Tage lang folgten sie  super, teilweise sogar nur auf Handzeichen. Aber wie das so ist, der Alltag lässt nicht allzu lange auf sich warten. Den nächsten Ärger gab es bereits einige Nächte später…  Mehr Hundeleben folgt.

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3.651 Kommentare zu „Schwanger im Winter – auf Fuchsjagd“

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